“Der Kampf um den leichtesten Carbon-Rahmen geht weiter.” Nur 899 Gramm soll der neue Scale-Top-Rahmen wiegen, damit wäre er aktuell der leichteste am Markt.
Dieser Frage konnte ich am vergangenen Wochenende auf den Grund gehen, ich hatte die Möglichkeit die neuen 2011er Modelle der Marke Scott zu testen und mit den Ingeneuren zu sprechen. Scott hat den Rahmen dazu von Grund auf neu konstruiert und Praktisch alle Alu-Anteile bei Lagerschalen, Ausfallenden oder Bremsaufnahme eliminiert. Integrated Molding Process nennt Scott die Fertigungsmethode, die das geringe Gewicht möglich macht. Gleichzeitig wird der Rahmen im Vergleich zum Vorgänger-Scale um 30% mehr Fahrkomfort bieten,ein Trend den mittlerweile jeder Carbon-Hersteller erkannt hat. Das erreichen die Schweizer durch schlanke Sitzstreben und eine dünnwandige Komfort-Sattelstütze. Wer es härter mag, nimmt eine Standart-Stütze. Hier eine Darstellung, wie sich die bauweise der Rahmen der Firma Scott geändert hat, sie werden nun nicht mehr verklebt sondern aus einem Stück gefertigt, somit werden geringere Wandstärken, dadurch geringeres Gewicht und durch die nun flexibler verlegbaren Linien bis zu 15% mehr Steifigkeit an den gewünschten Stellen des Rahmens erreicht.
Auch den Hinterbau haben sie Umkonstruiert, die Sitzstreben haben eine Ovale-Form erhalten, dadurch kommt mehr Komfort in den Hinterbau des Scott Scales 899.
Auch bei der Sattelstützenklemme haben die Ingeneure der Firma Scott mitgedacht und es geschafft eine integrierte Sattelstützenklemme in das Scale Topmodell zu bauen. 
Das 8000 Euro teure(TOP-Modell) Limited-Modell soll mit den DT-Carbon-Laufrädern und Sram XX- Gruppe nur 7,5 Kilo wiegen. Achtung: Ab Modell Scale 10 werden schwerere Fasern verwendet (1100 gramm),diese Modelle werden dann auch ein gutes Stück günstiger. Nur die zwei Top-Modelle schaffen wirklich die 899 Gramm dei der Rahmengröße M. Nach meiner Frage an den Ingeneur, inwiefern sie das Garantieren können, sagte er nur ” es werden alle Rahmen vor dem Verlassen der Produktion vermessen und gewogen, wenn er über das Maximumgewicht von 899 Gramm kommen sollte wird er das Tageslicht nicht erblicken und geht zurück in die Mahlmaschine. Respekt an diese Vorgehensweise.
Es wird auch einen 29er” Scale geben, wo der Rahmen nur 50 Gramm mehr wiegt, einen ausführlichen Testbericht und meine Erfahrungen mit dem Bike, bald in einem weitern Text.
Anfangs war ich etwas Skeptisch, mich auf ein solches Leichtgewicht zu setzten, ob das wohl meinen 80 Kilo standhalten würde? Es gab die Möglichkeit das Scale 899 2011 auf einigen Trails zu Testen. Wahnsinn, den enormen Vortrieb zu spüren und trotz des geringen Gewichts eine unglaubliche Steifigkeit und fenomenale Kraftübertragung festzustellen. Ich spulte die 200 Höhenmeter zum Trail mit einem grinsen im Gesicht herunter. Oben angekommen, die Gabel entsperrt und mich in den ca 20-minütigen Trail gestürtzt. Der Rahmen arbeitet zusammen mit der Gabel, als wäre es eine Einheit und auch der Hinterbau gibt für ein Hardtail dieser Kategorie sehr guten Komfort und Traktion.
Letztendlich ein Bike für diejenigen die auf jedes Gramm schauen und ordentlich Vortrieb wollen oder sogar im Renneinsatz unterwegs sind. Ich persönlich ziehe lieber ein paar Gramm mehr mit und geniese den Federweg im Hinterbau eines Fullys in der Abfahrt.
Neben dem Scott Scale 899 2011 wird es auch noch viele andere Bikes in der Firma Bergzeit geben, die ab ersten Oktober 2010 in ihrem neuen Laden in Gmund den Radsektor enorm verstärken wird.
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