Endlich war es so weit und ich konnte das Bionicon Tesla Bike auf der Hausmesse von Bionicon auf Herz und Nieren Probe fahren. Lange habe ich darauf gewartet und nächste Woche wird dann hoffentlich auch mein eigenes Bionicon Tesla Bike ausgeliefert.
Man sagt ja immer, der erste Eindruck zählt. Dieser war bei mir super. Man fühlt sich auf dem Bionicon Tesla sofort wohl. Das Bionicon Tesla vermittelt den Eindruck, dass man im Bike sitzt und nicht einfach nur darauf. Dank des sehr variablen Vorbaus, lässt sich das Bionicon Tesla perfekt auf jeden Fahrertypen ideal einstellen. Nach den ersten Metern habe ich sofort bemerkt, dass das Bionicon Tesla schon in der Downhill Position weniger Wippneigung aufweist als alle anderen Bikes der Bionicon Palette. Am eAnstieg nutzte ich das Up`n Down Feature – das heißt durch Knopfdruck den Hinterbau auszufahren und die Gabel abzusenken. Das Ergebnis der ersten Bionicon Tesla Ausfahrt war Wahnsinn. Ich kam mir vor wie auf einem Hardtail. Die komplette Power wird auf den Untergrund übertragen und verpufft nicht irgendwo im Fahrwerk. Aber wie geht das???
Beim Bionicon Tesla steht das obere Element der Schwinge und der Dämpfer quasi in einer Linie zueinander. Dadurch wird der Hinterbau nahezu steif wie ich es bisher nur vom Specialized Brain Dämpfer kannte. Beim Bionicon Tesla fällt jedoch das Anbringen von weiteren Zusatzteilen wie bei Specialized dem Brain Ausgleichsbehälter weg. Natürlich war ich dann skeptisch, ob das System überhaupt bei Veränderungen des Untergrundes, wie Wurzeln oder Stufen überhaupt noch reagieren kann. Es kann und zwar sehr gut. Die Schwinge arbeitet trotz der geraden Linie immer noch perfekt und schluckt alles was dem Bionicon Tesla unter die Räder kommt. Bergauf eine echte Bergziege. Im Downhill Modus und egal ob auf technischen oder schnellen Trails macht das Bionicon Tesla einen super stabilen Eindruck. Das kommt meiner Einschätzung nach von der neuen X12-Steckachse, welche das Bike um ein vielfaches Steifer macht. Eträgt der relativ lange Radstand ( 1150 mm bei Größe M) gerade bei hohen Geschwindigkeiten dazu bei, dass man das Bionicon Tesla immer unter Kontrolle hat und der Fahrer/in den Ton angibt.
Die Verstellung der Sitzpostion funktioniert einwandfrei, jedoch muss minimal mehr Kraft aufgebracht werden um das Bike zu verstellen. Sprich beim Absenken muss man das gesamte Körpergewicht nach vorne bringen und beim Wechsel in die Dowonhill Position evtl. sogar ein wenig hinter den Sattel gehen um die Gabel wieder komplett ausfahren zu können. Anfangs ungewohnt für mich aber keinesfalls störend. 
Neue Features:
x12-Steckachse von Syntace, Nadellager im Bereich der Viergelenkerkonstrucktion, Zugstufe serienmäßig, Lenkwinkel 65 Grad in der Downhillposition, durchsichtiges Steuerrohr (Gewichtsreduktion)
Fazit:
Wer eine eierlegende Wollmilchsau sucht, ist mit dem Bionicon Tesla bestens bedient. vielleicht kann man es so beschreiben: Die bisherigen Modelle Bionicon Edison und Bionicon Tesla fuhren mit Wechselstrom. Sehr gut und ausgewogen. Das Bionicon Tesla fährt mit Gleichstrom. In jeder Situation souverän und durch Nichts und Niemanden aus der Ruhe zu bringen. Die etwas hochtechnische und nicht für jedermann zu verstehende Beschreibung des Bionicon Tesla im Katalog und beim Internet Auftritt von Bionicon lassen sich also wie folgt übersetzten.
Wechselstrom wird durch Gleichstrom ersetzt. Dies geschieht durch die nahezu gerade Linie zwischen Dämpfer und des oberen Elements der Schwinge. Das Bike wird dadurch sehr steif hat aber noch genügend Freiraum um auf Untergrundveränderungen zu reagieren. Dies kommt womöglich auch durch die neuen Nadellager im Bereich der Viergelenkerkontstruktion, die für ein sehr sensibles Ansprechverhalten sorgen. Top.
Features und Fahreindrücke hin oder her, jetzt ist es an der Zeit das Tesla selbst zu Testen.
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