Teil I – Der Rothaarsteig
Der Rothaarsteig führt über den Kamm des Rothaargebirges und verbindet Brilon im Sauerland über das Wittgensteiner Bergland und das Siegerland mit Dillenburg am Fuße des Westerwaldes. Als man 1997 auf der Suche nach neuen touristischen Themen in den Regionen Sauerland, Siegerland-Wittgenstein und Dill-Bergland anfing, die Vision Rothaarsteig in die Realität umzusetzen, war noch nicht klar, welchen Boom man damit auslösen würde. In der Zwischenzeit hat sich der Rothaarsteig zu einem der beliebtesten Fernwanderwege in Deutschland gemausert, der natürlich auch bei den Mountainbikern Interesse geweckt hat. Mit einer Länge von 184km (incl. der Südschleife um Dillenburg) und einer Höhendifferenz von ca. 3200hm eigenet sich der Rothaarsteig hervoragend für eine 2-Tages Tour mit kleinem Fahrradrucksack. Allerdings gilt auf dem Rothaarsteig, wie auch auf jedem anderen Weg, für Biker wie für Wanderer: einander Respektieren und Rücksicht nehmen! In der Regel ist es am besten, wenn man den Rothaarsteig an zwei Werktagen befahren kann. Dann sind in der Regel wenig Wanderer unterwegs und man kommt sich auf den engen Pfaden nicht ins Gehege.
Den Rothaarsteig startet man als Biker am besten in Brilon. Die erste Etappe des Rothaarsteigs führt dann über Bruchhausen, Winterberg, Kühude, Jagdhaus, Rhein-Weser-Turm. Je nach Kondition oder Wetter empfiehlt es sich, die Übernachtung in Zinse oder Lützel. Übernachtungsmöglichkeiten am Rothaarsteig kann man über die Internetseiten des Rothaarsteigs nachschlagen. Die zweite Etappe des Rothaarteigs führt dann weiter über Benfe, Lahnquelle, Hainchen, Weißenberg und Rabenscheid nach Dillenburg.
Der Rothaarsteig hat für jeden etwas zu bieten. Auf dem Rothaarsteig findet man alles was das Bikerherz begeehrt. Von steilen Aufstiegen über geniale Singletrails, technisch anspruchvolle Trails über Wurzelwerk, rasante Abfahrten über Schotterpisten oder den perfekten Flow über schmale Pfade. Da es in einigen Streckenabschnitten des Rothaarsteigs häufig über Wurzeln geht, ist bei Regen oder feuchtem Untergrund spezielle Vorsicht auf dem Rothaarsteig geboten. Der Tourenverlauf des Rothaarsteigs ist hervoragend ausgeschildert. An allen Kreuzungen findet man gut sichtbar die Markierung des Rothaarsteigs. Auch die Zustiege haben ihre eigene Markierung. Das GPS-Gerät dient hier nur noch zum Aufzeichnen des Höhenprofils und zum Auffinden der Übernachtungsmöglichkeiten.
